Tigercup 2026, …ein Versuch war’s allemal wert!

Nun war es endlich wieder soweit. Das jährliche Highlight für alle wettkampfbegeisterten Judoka, der Tigercup in Visbek, fand statt. Mit über 1000 teilnehmenden Judoka sorgt der Tigercup seit Jahren für einzigartige Turnieratmosphäre.
Da Erik Albrecht krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel, erklärte sich Gaby Volland kurzerhand dazu bereit, Noah Wölkner, Timo Aßmann und Antonia Volland zu begleiten. Dadurch konnten alle Weyher Judoka gut aufgewärmt in das Turnier starten. Als jüngster Weyher Teilnehmer startete Noah bei den Männern in einer der am stärksten besetzten Gewichtsklassen. Er zeigte bereits im ersten Kampf einen unglaublichen Siegeswillen und konnte sich über die komplette Kampfzeit gegen seinen größeren Gegner behaupten. Noah zeigte einen spektakulären Wurfansatz und auch im Boden schien er seinen Gegner dominieren zu können. Nach Ablauf der Kampfzeit musste sich Noah denkbar knapp mit einer kleinen Wertung zu Gunsten seines Gegners geschlagen geben. Nicht vorzeitig den Kampf zu verlieren, ist bei diesem großen Turnier eine Leistung, auf die Noah stolz sein kann.
Timos Gewichtsklasse war mit über 20 Judoka ähnlich stark besetzt, wie die seines Vorgängers. Unbeirrt von dem wuseligen Treiben in der Halle gelang Timo eine schnelle Führung, die er durch kluges Kämpfen drei Minuten lang halten konnte und auch im Bodenkampf zeigte er durch einen starken Ansatz zu einem Würger sein Können. Nur eine Minute trennte ihn noch vom Sieg, doch die Anstrengung war groß und Timo verließen die Kräfte, sodass sein Gegner überraschend in letzter Sekunde siegte.
Antonias Gewichtsklasse wurde dieses Jahr von zwei Niederländerinnen dominiert. Motiviert stellte sich Antonia der späteren Turniersiegerin, doch sie kam mit dem Kampfstil der Niederländerin nicht gut zurecht und ein flinker Konter, ausgerechnet mit ihrer eigenen Lieblingstechnik, bescherte ihrer Gegnerin den Sieg.
Auch wenn gewonnene Kämpfe natürlich schön gewesen wären, waren sich alle Weyher Judoka einig: die Teilnahme hat sich gelohnt! Die Stimmung war super, das Turnier war erneut perfekt organisiert und alle haben neue Impulse zur Verbesserung des eigenen Judostils bekommen. Die Motivation für die nächsten Trainingseinheiten ist hoch und wer weiß, vielleicht heißt es im nächsten Jahr wieder: Ippon für Weyhe!
Erfolgreicher Start in das Wettkampfjahr 2026

Für drei Weyher Judoka startete das Wettkampfjahr am vergangenen Wochenende mit der Bremer Landeseinzelmeisterschaft der Männer und Frauen.
Bereits vor den ersten Kämpfen des Turniers stand fest, dass Antonia Volland mangels Gegnerinnen den ersten Platz belegen wird. Da die Judoka der nächsthöheren Gewichtsklasse nicht antrat, konnte leider auch kein Freundschaftskampf stattfinden. Dies war jedoch kein Grund betrübt zu sein, denn nun hieß es Noah Wölkner und Erik Albrecht lautstark anzufeuern.
Noah und Erik traten in der gemeinsamen Gewichtsklasse -73 kg an. Die am stärksten besetzte Gewichtsklasse.
Noah startete etwas zurückhaltend in seinen ersten Kampf und wurde von seinem Gegner mit einer Wurftechnik überrascht. Mit höchster Konzentration bestritt er seinen zweiten Kampf und versetzte alle in Staunen, als er seinen höher graduierten Gegner um ein Haar abwürgte. Es fehlte nicht viel und der Sieg wäre auf Noahs Seite gewesen. Für dieses Mal reichte es für den siebten Platz. Als einer der jüngsten Teilnehmer des Turniers kann Noah auf seine gezeigte Leistung sehr stolz sein.
Ein optimaler Start in das Turnier gelang Erik. Die Aufregung vor dem ersten Kampf war groß, musste er schließlich gegen einen Judoka kämpfen, gegen dem er im vergangenem Jahr gleich zweimal das Nachsehen hatte. Heute gelang Erik die Revanche und nach einem starken Haltegriff durfte er sich über den verdienten Sieg des Kampfes freuen. Nach dem Motto „Never change a running system!“ gewann Erik auch seinen zweiten Kampf durch einen Haltegriff. Im Halbfinale musste er sich dem späteren Landesmeister geschlagen geben. Motiviert startete Erik in den Kampf um Platz drei, doch die drei vorherigen Kämpfe waren sehr kräftezehrend gewesen. Durch einen kleinen Fehler, den sein Gegner clever für sich nutzte, unterlag Erik auch in diesem Kampf. Ärgerlich, doch die Freude über die gewonnenen zwei Kämpfe und den verdienten fünften Platz überwogen.
Voller Vorfreude auf die kommenden Turniere machten sich die Drei bei bestem Wetter auf den Rückweg.